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Finanzbildung

Eine Bilanz lesen, ohne Buchhalter zu sein

Drei Fragen genügen, um zu verstehen, was eine Bilanz über ein Unternehmen aussagt — und was sie verschweigt.

Von Romial Kenmogne1 Min. Lesezeit

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Eine Bilanz ist eine Momentaufnahme eines einzelnen Tages. Sie zeigt, was das Unternehmen besitzt, was es schuldet und was den Eigentümern bleibt. Alles andere ist Interpretation.

Die erste Frage betrifft die Struktur: Wie viel des Unternehmensvermögens ist von Dritten finanziert? Ein Unternehmen kann profitabel sein und dennoch eine Bankentscheidung vom Stillstand entfernt.

Die zweite Frage betrifft die Liquidität: Kann das Unternehmen die Fälligkeiten der nächsten zwölf Monate mit den tatsächlichen Einzahlungen desselben Zeitraums bedienen? Gewinn und Liquidität sind nicht dasselbe — die Lücke dazwischen erklärt die meisten Insolvenzen.

Die dritte Frage betrifft die Qualität: Was steckt hinter den Aktiva? Forderungen, die nie eingehen, und Bestände, die niemand will, stehen zum vollen Wert in den Büchern, bis jemand anders entscheidet.

Diese drei Fragen kann jeder stellen. Sie präzise zu beantworten ist die Arbeit — und genau dort hilft ein externer Blick.

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